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Erzieher*in
Perspektiven
WELCHE PERSPEKTIVEN HABE ICH ALS ERZIEHER*IN?
Die Ausbildung zum*r staatlich anerkannten Erzieher*in (Bachelor Professional in Sozialwesen) eröffnet Ihnen vielfältige berufliche Perspektiven. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem individuellen Entwicklungsweg, gestalten in Ihrem Team Bildungs- und Erziehungsprozesse und arbeiten dabei eng mit Familien und psychologischen Fachdiensten zusammen.
Ein persönlicher Weg. Erziehung bedeutet, dass jedes Kind auf seinem individuellen Entwicklungsweg begleitet wird. Als staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher (Bachelor Professional in Sozialwesen) verfügen Sie über vielfältige Kompetenzen: Sie begleiten Bildungs- und Erziehungsprozesse, arbeiten familienorientiert und entwickeln und modifizieren Konzepte für das pädagogische Handeln.
Tätigkeitsfelder
- Kindertageseinrichtungen (zum Beispiel Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorte)
- Tagesstätten für Kinder mit heil- und sonderpädagogischem Förderbedarf
- Heime für Kinder bis zur Beendigung der Vollzeitschulpflicht
- Heime für schulentlassene Minderjährige und junge Volljährige, zum Beispiel Jugendwohnheime
- Heime bei Förderschulen
- Erholungs- und Kurheime
- Einrichtungen der Jugendarbeit, zum Beispiel Jugendzentren
- Schülerheime und Tagesheimschulen
- Ganztagesschulen
- Schulvorbereitende Einrichtungen
- Einrichtungen der offenen und stationären Behindertenhilfe
Weitere Perspektiven für Erzieher*innen
Fachhochschulreife
Interessierte Erzieher*innen können bei uns über das Belegen von Wahlfächern die Fachhochschulreife zur Befähigung zum Studium einschlägiger Studiengänge an bayerischen Fachhochschulen erwerben. Informieren Sie sich dazu gerne über das Merkblatt über die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife (pdf, 28KB) des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus oder wenden Sie sich – telefonisch oder per E-Mail – an Ihre*n Ansprechpartner*innen an der Fachakademie Ihrer Wahl.
Hochschulzugangsberechtigung
Seit dem Wintersemester 2009/2010 wurde der allgemeine Hochschulzugang für Absolvent*innen an Fachschulen/Fachakademien eröffnet, sofern ein Beratungsgespräch an der Hochschule absolviert wurde (Hochschulzugangsberechtigung für beruflich Qualifizierte).
Chancen für Ihre berufliche Zukunft im Erzieher*innenberuf
Die Arbeit als Erzieher*in ist vielseitig und anspruchsvoll – sie erfordert Fachwissen, Empathie und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Mit gezielten Fort- und Weiterbildungen können Sie nicht nur Ihr pädagogisches Wissen vertiefen, sondern auch Ihre beruflichen Handlungsmöglichkeiten erweitern.
Ob durch spezifische Zusatzqualifikationen, Fachweiterbildungen oder ein anschließendes Studium – Sie haben die Chance, sich gezielt weiterzuentwickeln und neue Karrierewege einzuschlagen. Möglich sind beispielsweise Spezialisierungen in der Heilpädagogik, der Sozialmanagement-Ausbildung oder der Kinderschutzarbeit. Auch eine akademische Weiterqualifizierung, etwa durch ein Studium in Sozialpädagogik oder Bildungswissenschaften, kann Ihnen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.
Indem Sie Ihre Kompetenzen ausbauen, schaffen Sie nicht nur neue Perspektiven für sich selbst, sondern tragen auch dazu bei, die Qualität der pädagogischen Arbeit in verschiedenen Einrichtungen nachhaltig zu verbessern.
Praxisvergütung
Während Ihrer Ausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik gibt es zwei Phasen, in denen Sie eine Vergütung erhalten: im Sozialpädagogischen Einführungsjahr (SEJ) und im Berufspraktikum (BP). Die Höhe des Gehalts variiert dabei je nach Einrichtung und Träger.
Die Vergütung unterliegt den Tarifregelungen der Träger Ihrer Praxisstelle. Informieren Sie sich deshalb in der Einrichtung, in der Sie sich um eine Praktikumsstelle bewerben, über die dort übliche Praxisvergütung.
Fördermöglichkeiten während der Ausbildung
Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten während der Ausbildung: In der Fachakademie gibt es das elternunabhängige Bafög, das nicht zurückgezahlt werden muss.
- Schüler-BAföG
- Meister-BAföG
- Die zwei Studienjahre an der Fachakademie für Sozialpädagogik sind unter bestimmten Voraussetzungen über die Agentur für Arbeit förderfähig. Erzieher*innen im Anerkennungsjahr verdienen je nach Trägertarif in der Regel 80 % des Erzieher*innengehalts.
Sie finden auch weitere Informationen aus dem Kultusministerium und einen Überblick an Fördermöglichkeiten für Ihre schulische Ausbildung.
Gehaltsperspektiven als Erzieher*in
Als staatlich anerkannte*r Erzieher*in in Bayern profitieren Sie von einer tariflich geregelten Vergütung, die sich nach Ihrer Berufserfahrung und Ihrer Tätigkeit richtet. In der Regel steigt das Gehalt mit zunehmender Erfahrung sowie durch zusätzliche Qualifikationen oder Spezialisierungen.
Ihr konkretes Gehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Träger Ihrer Einrichtung, die Region sowie Ihr persönlicher Karriereweg. Informieren Sie sich direkt bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber oder dem jeweiligen Tarifvertrag über die aktuellen Konditionen.
Perspektive – Studium
Im Anschluss an Ihre Ausbildung zum*r staatlich anerkannten Erzieher*in (Bachelor Professional in Sozialwesen) haben Sie die Möglichkeit, sich für ein Studium zu entscheiden – sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend.
Beispiele für ein Studium
- Pädagogik (B.A.)
- Sozialpädagogik (B.A.)
- Frühpädagogik (B.A.)
- Bildungswissenschaften (B.A.)
- Sozialmanagement (B.A.)
- Erziehungswissenschaften (M.A.)
Nach dem Bachelorabschluss haben Sie auch die Möglichkeit, ein weiterführendes Studium auf Masterniveau zu absolvieren und so Ihre Qualifikationen weiter auszubauen.
Ihre Zukunft in der Sozialpädagogik
Die beruflichen Perspektiven für staatlich anerkannte Erzieher*innen sind vielfältig und äußerst vielversprechend. Die Bandbreite an Arbeitsfeldern reicht von der frühkindlichen Bildung über die Arbeit mit Jugendlichen bis hin zur Unterstützung von jungen Erwachsenen und Familien. Der demografische Wandel, die zunehmende Bedeutung von Inklusion und der Fokus auf eine ganzheitliche Bildung eröffnen Ihnen zahlreiche, zukunftssichere Karrierechancen, die Sie aktiv mitgestalten können.
Durch fortlaufende Qualifikationen und gezielte Weiterbildungen haben Sie die Möglichkeit, in immer anspruchsvollere und verantwortungsvollere Positionen aufzusteigen. Sie können zum Beispiel leitende Funktionen wie die Leitung von Kindergärten, Schulen oder sozialen Einrichtungen übernehmen. Auch im Bereich der Praxisanleitung, der pädagogischen Qualitätsentwicklung oder im Sozialmanagement bieten sich Ihnen vielversprechende Perspektiven, um maßgeblich Einfluss auf die Ausgestaltung von Arbeitsabläufen und die pädagogische Praxis zu nehmen.
Ihre Zukunft in der Sozialpädagogik ist also nicht nur von Vielfalt und Sicherheit geprägt – Sie haben die Möglichkeit, Ihren beruflichen Weg aktiv zu gestalten und durch stetige Weiterentwicklung neue Horizonte zu entdecken.
