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Header: Eine Betreuungsperson sitzt auf einem Sofa und unterhält sich mit einer Person im Rollstuhl

AUSBILDUNGSABLAUF

AUSBILDUNGSABLAUF

Hier können Sie sich umfassend über den Ausbildungsablauf der beiden pädagogischen Berufe Heilerziehungspflege beziehungsweise Heilerziehungspflegehilfe sowie das Heilerziehungspflegerische Einführungsjahr (HEJ) an unseren bfz Schulen informieren.

Ausbildung zum*r Heilerziehungspfleger*in

In Ihrer Ausbildung lernen Sie, Menschen mit Behinderung aller Altersstufen im Alltag fachlich zu begleiten. Dafür erwerben Sie zum einen theoretisches Grundlagenwissen. Zum anderen lernen Sie im fachpraktischen Unterricht, wie Sie den Alltag von Menschen mit Behinderung individuell gestalten.

Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) und die gegliederte Ausbildung

Theorie

Icon: Unterrichtsfächer – Angedeutet sind eine Tafel mit Schwamm und davor eine Person

Eine Besonderheit in Ihrer Ausbildung ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Ihren Unterricht gestalten Lehrkräfte, die langjährige Erfahrung in der heilpädagogischen Arbeit und in der Lehre haben. Während Ihrer Ausbildung betreut und begleitet Sie ein Fachlehrer Ihrer Schule sowie ein Praxisanleiter aus der Praxisstelle.

Unterrichtsfächer

Pädagogik, Heilpädagogik und Psychologie

Es werden die fundierten wissenschaftlichen Grundlagen und Kenntnisse für Ihre heilerziehungspflegerischen Aufgaben vermittelt. Sie befassen sich mit den Themen Assistenz, Beratung, Förderung, Erziehung, Bildung, Begleitung, Pflege, Rehabilitation, Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung und Hilfe zur Selbsthilfe.

Gesundheit, Medizin und Psychiatrie

Erklärt Ihnen die grundlegenden Zusammenhänge von Medizin, Psychiatrie und Neurologie. So lernen Sie, körperliche Veränderungen und Veränderungen im Verhalten der Ihnen anvertrauten Menschen richtig zu deuten und einzuordnen und arbeiten in der Folge sinnvoll mit medizinischen Diensten zusammen.

Teilhabeorientierte Pflege

Beinhaltet die Planung und Dokumentation von Pflegeprozessen. Darüber hinaus steht der Bereich Pflege in engem Zusammenhang mit dem Unterrichtsfach Medizin und Psychiatrie, denn Sie lernen Pflege im Kontext aller gesundheitsförderlichen Maßnahmen kennen. Bei der Versorgung von schwerstmehrfachbehinderten Menschen ist Pflege ein elementares Mittel der Kommunikation.

Freizeit, Kultur und Lebenspraxis

Zeigt Ihnen praktische Methoden, um die Ihnen anvertrauten Menschen bei der aktiven Gestaltung ihrer Lebenszeit und ihrer Lebensräume zu unterstützen. Eingeübt werden die Methoden mit Einzelfächern wie zum Beispiel Spiel, Musik, Bewegung, Medienpädagogik, Hauswirtschaft, Kunst und Gestaltung. So erwerben ein Methodenrepertoire, das Sie im Praktikum bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gezielt und bedürfnisgerecht einsetzen können.

Deutsch

Trainiert Sie bei der effektiven Darstellung und Vermittlung von Inhalten. Sie lernen, sicher zu erklären, schlüssig zu argumentieren, klare und ansprechende Referate und Präsentationen durchzuführen und sich einer anschließenden Diskussion zu stellen. Insbesondere Fachkräfte mit Leitungs- und Anleitungsfunktion sowie Mitarbeiter*innen interdisziplinärer Teams profitieren von diesem Training. Für diejenigen, die im Anschluss an ihre Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben möchten, bietet das Fach Deutsch zusätzliche Möglichkeiten. So trainieren Sie zum Beispiel die Fähigkeit, komplexe Sachtexte zu analysieren und die Ergebnisse auf einem gehobenen Abstraktionsniveau schriftlich festzuhalten.

Politik und Gesellschaft sowie Soziologie

Ermöglicht Ihnen einen komplexen Einblick in das gesellschaftliche Geschehen. Durch Vertiefen Ihrer politischen Bildung entwickeln Sie ein besseres Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge, insbesondere, was es bedeutet, als Mensch mit Behinderungen in ihr zu leben und welche Beiträge eine Gesellschaft leisten muss, um Integration zu fördern.

Recht, Organisation und Management

Gibt Ihnen Sicherheit bei Rechts-, Organisations- und Verwaltungsfragen. Sie erwerben alle rechtlichen und organisatorischen Kenntnisse, die Sie für Ihre künftige Arbeit benötigen.

Religionspädagogische Übungen

Sensibilisiert Sie für individuelle Glaubensentscheidungen. Sie lernen – im Respekt vor der individuellen Glaubensentscheidung eines jeden Menschen – Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, ihren Glauben selbstbestimmt zu leben und zu praktizieren.

Teilhabekonzepte, Methodik und Kommunikation

Vermittelt Methoden und Konzepte der Heilerziehungspflege. Sie lernen, Ihr Handeln an den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung auszurichten – sei es in der Vorbereitung, der Durchführung oder bei der professionellen Auswertung. Sie erhalten Einblick in unterschiedliche Kommunikationsmodelle und setzen diese für Ihr berufliches Handeln ein.

Praxis

Die praktische Ausbildung ist in Form eines Fachpraktikums organisiert und findet in Einrichtungen wie zum Beispiel Wohnheimen, Förderstätten oder in integrativen Kindergärten statt. Sie üben das fachliche und methodische Vorgehen bei der Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderung. Grundlage dafür ist das Erkennen von Beziehungsprozessen und deren reflektierte und differenzierte Beobachtung. In den Theoriephasen werden Sie in individuellen Einzelgesprächen und in Form von Kleingruppen unterrichtet.

Prüfungen

Icon: Prüfungen – Angedeuteter Doktorhut

Die Prüfungen zum*r Heilerziehungspfleger*in bestehen aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen. Wir bereiten Sie bestens auf Ihre Abschlussprüfungen vor und bieten Ihnen intensive Unterstützung während der gesamten Ausbildung.

Schriftliche Prüfungen

Praktische Prüfung

Mündliche Prüfung

Ihr Abschluss

Icon: Prüfungen – Angedeuteter Doktorhut

Nach bestandener Prüfung sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin beziehungsweise staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger zu führen und eine dementsprechende Tätigkeit auszuüben.

Ausbildung zum*r Heilerziehungspflegehelfer*in

Die Ausbildung zum*r staatlich anerkannten Heilerziehungspflegehelfer*in startet jährlich im September zum regulären Schulstart nach den bayerischen Sommerferien. Sie dauert ein Jahr.

Unterrichtsfächer

Pädagogik, Heilpädagogik und Psychologie

Vermittelt Ihnen die wissenschaftlichen Grundlagen heilerziehungspflegerischen Handelns.

Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre

Lehrt Sie medizinisches, neurologisches und psychiatrisches Grundwissen für die Umsetzung von Pflegekonzepten und zur Begleitung und Evaluierung pflegerischer Prozesse.

Pflege

Behandelt ganzheitlichen Ansatz aktivierender Pflege. In praktischen Übungen erarbeiten Sie sich das Grundverständnis für gesundheitserhaltende, gesundheitsfördernde und vorbeugende Maßnahmen.

Lebensraumgestaltung

Betrifft die Alltags- und Freizeitgestaltung von Menschen mit Behinderungen. Mit Methoden aus den Bereichen Spiel, Kunst und Gestaltung, Hauswirtschaft, Musik, Bewegung und Medienpädagogik erarbeiten Sie sich das Repertoire für Ihre Arbeit in der Praxis.

Deutsch

Befähigt Sie, sich im beruflichen Alltag mündlich wie schriftlich klar, verständlich und korrekt auszudrücken. Die vermittelten Deutschkenntnisse entsprechen dem mittleren Schulabschluss.

Englisch

Vermittlung und Einsicht in die praktische Verwendbarkeit englischer Sprachkenntnisse als Mittel zur Kontaktaufnahme und Verständigung. Sie werden befähigt, sich im schulischen Alltag sowie im beruflichen und privaten Bereich in der Fremdsprache klar und korrekt auszudrücken, sowohl in schriftlicher als auch mündlicher Form.

Politik und Gesellschaft

Bringt Ihnen Politik als gestaltendes Element eines geregelten Zusammenlebens näher.

Berufs- und Rechtskunde

Vermittelt Ihnen erste berufskundliche, rechtliche, organisatorische und wirtschaftliche Grundkenntnisse.

Übungen zur Religionspädagogik

Bieten Ihnen die Möglichkeit, Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt und reflektiert religiös zu begleiten – im Jahreskreis wie in besonderen (Lebens-)Situationen.

Praxis- und Methodenlehre mit Kommunikation

Stellt die professionelle Beziehungsgestaltung zu Menschen mit einer Behinderung in den Mittelpunkt – immer unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse. Verschiedene heilerziehungspflegerische Methoden und Kommunikationsmodelle machen Sie fit für die spätere Praxis.

Praxis

Die praktische Ausbildung erfolgt als Fachpraktikum in Einrichtungen wie Wohnheimen, Förderstätten oder integrativen Kindergärten. Dabei wenden Sie fachliche und methodische Ansätze zur Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderung an. Grundlage ist das Erkennen und die reflektierte Beobachtung von Beziehungsprozessen. In den Theoriephasen lernen Sie in Einzelgesprächen und Kleingruppen.

Prüfungen

Icon: Prüfungen – Angedeuteter Doktorhut

Wir bereiten Sie bestens auf Ihre Abschlussprüfungen vor und bieten Ihnen intensive Unterstützung während der gesamten Ausbildung. 

Die Prüfungen zum Heilerziehungspflegehelfer beziehungsweise zur Heilerziehungspflegehelferin bestehen aus einer schriftlichen, einer praktischen und einer mündlichen Prüfung.

Schriftliche Prüfung 

Praktische Prüfung 

Mündliche Prüfung 

Ihr Abschluss

Icon: Prüfungen – Angedeuteter Doktorhut

Nach bestandener Prüfung sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung staatlich anerkannte Heilerziehungspflegehelferin beziehungsweise staatlich anerkannter Heilerziehungspflegehelfer zu führen und eine dementsprechende Tätigkeit auszuüben.

Der Abschluss als staatlich geprüfte*r Heilerziehungspflegehelfer*in ermöglicht die Aufnahme in die Fachschule für Heilerziehungspflege. Eine Verkürzung dieser Ausbildung ist bei der 3-jährigen Ausbildung um ein Jahr möglich.

Heilerziehungspflegerisches Einführungsjahr (HEJ)

Mit dem HEJ als berufliches Vorbildungsjahr erlernen Sie Kenntnisse, die Voraussetzung für die Ausbildung zum*r Heilerziehungspfleger*in sind. Zudem dient das HEJ auch als Zugang für andere sozialpädagogische Ausbildungen (zum Beispiel Erzieher*in). Nach dem erfolgreich abgeschlossenen einjährigen HEJ können Sie direkt mit der Ausbildung zum*r Heilerziehungspfleger*in beginnen.

Ablauf

Das einjährige HEJ gliedert sich in einen schulischen Teil und Praxisphasen (in einem Verhältnis 50:50). Für den praktischen Teil ist eine Praxisstelle bei einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung oder einem anderen, der Heilerziehungspflege förderlichen Arbeitsfeld notwendig. Unsere Schulen beraten Sie hierzu gerne. 

Lerninhalte

Icon: Unterrichtsfächer – Angedeutet sind eine Tafel mit Schwamm und davor eine Person

Der Unterricht während des HEJ ist praxisorientiert und lernfeldorientiert aufgebaut und darauf ausgelegt, das dort erworbene Fachwissen direkt in den Praxisphasen zur Anwendung zu bringen. Der Unterricht umfasst unter anderem die Fächer:

  • Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie
  • Gesundheit, Medizin und Psychiatrie
  • Freizeit, Kultur und Lebenspraxis
  • Teilhabeorientierte Pflege

Die enge Verzahnung von Theorie- und Praxiswissen ist eine optimale Vorbereitung für eine anschließende Ausbildung zum*r Heilerziehungspfleger*in oder einer andere sozialpädagogischen Ausbildung.