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Unterrichtsfächer

Ihre Ausbildung zum / zur Physiothearpeuten / -in gestaltet sich vielseitig und abwechslungsreich. Sie lernen Menschen in unterschiedlichsten Bereichen zu behandeln, z. B. bei Störungen des Bewegungsapparates, des zentralen und peripheren Nervensystems sowie bei Erkrankungen der inneren Organe und der Psyche. Volle Unterstützung erfahren Sie dabei von unseren Dozentinnen und Dozenten, die Ihnen als praxiserprobte Physiotherapeuten die theoretischen und fachpraktischen Kenntnisse auf dem neuestem Stand beibringen.

Theorie

(1.440 Stunden)

ist ein allgemeinbildendes Fach mit berufsrelevanten Aspekten. Sie lernen die rechtlichen Grundlagen der Ausbildung kennen und erhalten einen Überblick über die staatliche Ordnung und das Rechtssystem in Deutschland.

Die Arbeit mit dem Menschen erfordert ein gründliches Fachwissen über den Aufbau und die Funktionen der verschiedenen Organsysteme und des Körpers als Ganzes. Die Unterrichtsstundenzahl beträgt, verteilt auf alle drei Ausbildungsjahre, 380 Stunden. Ein großer Teil davon ist für die Betrachtung und das Verständnis des Halte- und Bewegungsapparates (Grundlage für die Arbeit der Physiotherapeuten) vorgesehen. Sie lernen außerdem den Aufbau und die Funktionen der inneren Organe und des Nervensystems kennen.

Die Krankheitslehre nimmt mit insgesamt 420 Stunden theoretischen Unterrichts einen breiten Rahmen in der Ausbildung ein. Im Unterricht wird auf die für die spätere Tätigkeit relevanten Krankheitsbilder und auf die funktionellen Störungen der Organe und Organsysteme eingegangen. Sie lernen zuerst die medizinische Terminologie und die allgemeinen krankhaften Veränderungen kennen, die Sie für das Verständnis der speziellen Krankheitsbilder aus der Orthopädie, Chirurgie und Traumatologie, Neurologie, Pädiatrie, Inneren Medizin, Gynäkologie und der Geriatrie wissen müssen. Des Weiteren wird im Unterricht auch die extrem wichtige Bedeutung der psychosomatischen Komponente bei den jeweiligen Krankheitsbildern herausgestellt

Thematik dieses Faches sind die Biomechanik des Bewegungsapparates sowie die Strömung von Flüssigkeiten und Gasen durch den Körper. Sie lernen die physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die für die Ausübung Ihres Berufes relevant sind und Anwendung finden. Das Fach verbindet physikalische Prinzipien mit medizinischen und physiotherapeutischen Sachverhalten.

Sozialwissenschaften vermittelt die theoretischen Grundlagen, die Sie für die Entwicklung von Fähigkeiten und Kompetenzen brauchen, die im Bereich der psychosozialen Betreuung der Patienten notwendig sind. Im Unterricht wird besonders auf die wechselseitige Beeinflussung biologischer, psychischer und sozialer Dimensionen von Gesundheit und Krankheit eingegangen.

Im Fach Prävention und Rehabilitation werden Ihnen die Zusammenhänge zwischen Lebensführung, gesundheitlichen Risiken und der Entstehung und dem Verlauf von Krankheiten erklärt. Sie sollen dabei eine Kompetenz für die Gesundheitsberatung entwickeln und die Bedeutung eines funktionierenden Teams für den Erfolg in der Wiederherstellung oder Erhaltung der Körperfunktionen verstehen.

Dieses Fach ermöglicht Ihnen, die Bedeutung von Bewegung in der Physiotherapie und die Wirkung von Training, insbesondere seine präventive und rehabilitative Bedeutung, zu verstehen. In der Bewegungslehre stehen die motorischen Grundeigenschaften zur Ausführung von Bewegung und die motorische Entwicklung des Menschen in seinen unterschiedlichen Altersstufen im Vordergrund. In der Trainingslehre werden die Kriterien für die individuelle therapeutische Anwendung des Trainings bei verschiedenen medizinischen Zielgruppen erarbeitet.

Physikalische Therapie erklärt die Behandlung mit Mitteln, deren wesentliches Wirkprinzip auf physikalischen Faktoren beruht. Hierzu gehören die Methoden der Elektro-, Licht-, Wärme-, Kälte- und Hydrotherapie, die im Rahmen der Physiotherapie als unterstützende und ergänzende Maßnahmen eingesetzt werden. Sie lernen zunehmend die Probleme der multimorbiden oder polytraumatisierten Patienten zu erkennen und diese Kenntnisse in einer Behandlungsplanung umzusetzen.

Diese stellen den Kernbereich der Ausbildung zum Physiotherapeuten dar. Sie lernen grundlegende theoretische Richtlinien, die Sie für den klinischen Einsatz brauchen. Es wird Ihnen die Bedeutung der fachspezifischen Befunderhebung und die sich daran anschließende Planung ausgewählter Behandlungen deutlich gemacht.

Sie erhalten Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten in den verschiedenen medizinischen Fachbereichen, um später optimal evidenzbasiert arbeiten zu können.

Fachpraktischer Unterricht

(1.460 Stunden)

Die erlernten Techniken sind die Grundlagen Ihrer späteren beruflichen Tätigkeit. Hier werden über alle medizinischen Fachgebiete hinweg einsetzbare Techniken erlernt.

Die Ergebnisse der Untersuchungs- und Befundtechniken sind die Grundlage aller physiotherapeutischen Behandlungen. Daher hat das Fach Befunderhebung im Rahmen der Gesamtausbildung eine zentrale Stellung. Sie lernen, systematisch Formalia zu erfassen, Symptome durch genaues beobachten, palpieren, prüfen oder messen zu erkennen und einzelnen Gewebestrukturen zuzuordnen, sie zu werten und zu interpretieren.

Physiotherapeutische Anwendungen steht in engem Zusammenhang mit den Fächern Krankheitslehre, Befunderhebung und Physiotherapeutische Behandlungstechniken. Hier werden die erlernten Techniken wieder aufgegriffen. Es werden für die Krankheitsbilder mögliche Behandlungsstrategien symptom-, befund- und zielorientiert erarbeitet und durchgeführt.

Bewegungserziehung ist für viele physiotherapeutischen Behandlungstechniken von zentraler Bedeutung. Ziel ist es, Ihnen die Wahrnehmung eigener Körper- und Bewegungserfahrungen zu ermöglichen und Sie damit für die Durchführung von Bewegungen zu sensibilisieren. Insbesondere soll Ihre Kreativität sowie die Fähigkeit, Bewegungsabläufe zu improvisieren, zu planen, zu verbinden und zielgerichtet anzuwenden, gefördert werden. Dabei muss der therapeutische Aspekt im Vordergrund stehen.

Hier erarbeiten Sie sich die Grundlagen in den Techniken der klassischen Massage, der Bindegewebsmassage, der Lymphdrainage und weiterer ausgewählter Sonderformen. Sie erwerben die Fähigkeit, Gewebebefunde zu erheben und geeignete Therapien durchzuführen.

Dieses Fach baut auf den theoretischen Kenntnissen auf. Anhand konkreter Krankheitsbilder erlernen Sie die Planung, Durchführung und Kontrolle von Maßnahmen der physikalischen Therapie.

Sie werden befähigt, die gängigen Erste-Hilfe-Maßnahmen zu verstehen und auszuführen. Sie lernen die Verbandsarten und Verbandstechniken, die der Unterstützung ihrer therapeutischen Bemühungen dienen.

Praxis

(1.600 Stunden)

Sie ist ein großer und sehr wichtiger Teil der Ausbildung. Sie absolvieren in den verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen mehrere Praktika in den Bereichen Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Pädiatrie, Psychiatrie und Gynäkologie. Dadurch erhalten Sie die Möglichkeit, angeleitet die Arbeit am Patienten kennen zu lernen.

Wir achten auf eine hohe Qualität der praktischen Ausbildung und eine intensive Zusammenarbeit mit den Praktikumsstellen. Durch regelmäßige Anleitertreffen gewährleisten wir den kontinuierlichen Austausch zwischen Schule und Einrichtungen. Jedes Praktikum wird von einer Lehrkraft der Schule begleitet.

Wir vermitteln Sie in die richtige Praktikumseinrichtung. Da die praktische Ausbildung am Patienten sich sehr stark an der Berufswirklichkeit orientiert, werden Sie nicht nur in Kliniken, sondern auch in Reha-Einrichtungen und Physiotherapiepraxen eingesetzt. Unser breitgefächertes Angebot an Praktikumsstellen spiegelt die Vielseitigkeit Ihres ausgewählten Berufsbildes wider und dient Ihnen als frühzeitige Orientierungshilfe oder als Einstiegsmöglichkeit für Ihr späteres Berufsleben.